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Die Kraft der Innovation: heute forschen, morgen Erfolg ernten

Seit mehr als 100 Jahren verbessern Pflanzenzüchter gezielt die landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen durch neue Sorten. Durchschnittlich investieren Pflanzenzüchter in Deutschland 16,1 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Das Ergebnis: Landwirte können heute viel ertragreichere Sorten anbauen als noch vor fünf, zehn oder 20 Jahren. Die Perspektive: Dank unserer aufwändigen Züchtungsarbeit werden die Landwirte auch in Zukunft auf neue Sorten und Kulturarten zurückgreifen können, mit denen sie wettbewerbsfähig produzieren können.

Diagramm: Züchtungszyklus - der lange Weg zur Sorte

Forschung für wettbewerbsfähige Ernten

Im Durchschnitt dauert es zehn bis 15 Jahre, bis eine neue Sorte zugelassen wird. Das heißt: Heute entwickeln wir Pflanzenzüchter durch Kreuzung und Selektion Sorten, die frühestens im Jahr 2020 in der Praxis verwendet werden. Um geeignete Pflanzensorten für die Zukunft zu züchten, muss man die Gegebenheiten kennen und darauf reagieren. Unsere Wissenschaftler beschäftigen sich daher mit der zukünftigen Entwicklung des Klimawandels und seinen Konsequenzen auf die Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion. Dabei soll geklärt werden, wie sich die Anbaubedingungen verändern können, was Konsumenten in Zukunft verlangen und wie sich die Wirtschaftslage entwickeln kann. Auch Szenarien zum weltweiten Bevölkerungswachstum spielen für uns Pflanzenzüchter bei der Entwicklung ertragsstarker Sorten eine wichtige Rolle.

Weiterentwicklung der Züchtung für bessere Ergebnisse

Bereits Anfang der 20er Jahre wurde die Hybridzüchtung entwickelt, auf deren Grundlage die Züchtung wichtiger Kulturen wie Mais, Zuckerrübe, Raps und Roggen basiert. Seit den 70er Jahren kamen Zell- und Gewebekultur sowie DNA-Diagnostik hinzu. Einen bedeutenden Innovationsschub brachte die Entschlüsselung der DNA-Sequenz, die sehr effektiv und zeitsparend ist. So steht der Pflanzenzüchtung eine große Bandbreite an Methoden zur Entwicklung neuer Sorten zur Verfügung. Die Branche beschäftigt in Deutschland rund 12.000 Menschen, darunter zahlreiche Forscher und Wissenschaftler. In etwa 100 laufenden Gemeinschaftsforschungsprojekten, die oft gemeinsam von Wissenschaftlern und praktischen Züchtern durchgeführt werden, finden wir Antworten. Diese bilden für unsere Landwirtschaft die Basis für zukünftigen Erfolg. Die gemeinsamen Ziele von Landwirtschaft und Pflanzenzüchtung werden wir nur mit innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen erreichen können. Staatliche Forschungsförderung trägt dazu bei, das Potenzial von Kulturpflanzen auszuschöpfen. Diese Investition lohnt sich, denn sie ist auf die Zukunft gerichtet.

Geistiges Eigentum schützen, Zukunft sichern Kreuzung und Selektion bestimmen den langjährigen Prozess der Pflanzenzüchtung. Mehrere Millionen Euro investiert ein Züchter in die Entwicklung einer neuen Sorte und erhält dafür den Sortenschutz für sein geistiges Eigentum. Durch den Kauf von zertifiziertem Saatgut holt sich der Landwirt diese Innovation auf sein Feld und entlohnt damit den Züchter für seine Vorleistung.

Diagramm: Meilensteine der Pflanzenzüchtung als Zeitlinie