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Innovation ernährt die Welt

Bedeutung der Pflanzenzüchtung für die Gesellschaft bisher unterschätzt

Berlin, den 11. Juni 2013. „Pflanzenzüchtung leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur nachhaltigen Bewältigung der globalen Herausforderungen unserer Zeit wie Welternährung, Klimawandel und Ressourcenschutz.“ stellte Stephanie Franck, die Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) e. V. anlässlich des heutigen Pressegesprächs in Berlin fest. Qualitäts- und Produktivitätssteigerung sind Schlüsselfaktoren, die nur mit hohem Forschungsaufwand erreicht werden. „Nachhaltig wirtschaften bedeutet ökonomische, ökologische und sozial verträgliche Zukunftsszenarien zu schaffen. Das heißt aber auch, dass Innovationen wie Zuchtfortschritt (re-)finanziert werden müssen,“ so Franck weiter.


Prof. Joachim von Braun, Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) zeigte die wichtigsten Lösungsansätze zur Sicherung der Welternährung, einer der vorrangigsten Aufgaben, vor denen unsere Gesellschaft steht auf. Dazu gehören vor allem die Bioökonomie, die Förderung des landwirtschaftlichen Wachstums vor allem durch Technologiefortschritt und Forschung sowie der Stärkung der Märkte und Ernährungsprogramme. „Auf Innovation können wir nicht verzichten!“ betonte er. „Gerade die Ertragssteigerungen in der Landwirtschaft sind unter bioökonomischen Gesichtspunkten der Schlüssel zur ausreichenden Nahrungsmittelproduktion. Dazu trägt die Pflanzenzüchtung zu einem hohen Maße bei. Damit sie diese Leistung weiterhin erbringen kann, sind die Rahmenbedingungen wie Forschungsförderung und freier Zugang zu genetischen Ressourcen zu sichern.“


„Vom Fortschritt in der Pflanzenzüchtung profitieren Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in einem bisher unterschätzten Umfang.“ erläutert Prof. Dr. Dr. h. c. Harald von Witzke, Humboldt Forum for Food and Agriculture (HFFA) e. V., In einer vom HFFA veröffentlichten Studie, die gemeinsam mit der GFP, einer dem BDP angegliederten Züchtungsforschungsorganisation erstellt wurde – wird erstmals der Nutzen von Produktivitätssteigerungen durch Züchtungserfolge für die Gesellschaft quantifiziert. Wichtigste Erkenntnis: Der Ertragszuwachs stammt zu 100 % aus der Innovation. Vor der Hintergrund der Megatrendwende in der Agrarpreisentwicklung durch die weltweit steigende Nachfrage nach Agrarprodukten ist dieser Effekt nicht zu unterschätzen.


„Was wäre wenn - es die letzten zwei Jahrzehnte Pflanzenzüchtung in Deutschland nicht gegeben hätte?“ fragte Dr. Steffen Noleppa, agripol – network for policy advice. Ein Blick auf die Welt von heute ohne den geleisteten züchterischen Fortschritt zeigt die Auswirkungen alleine durch die Ertragsfortschritte in Deutschland auf das Klima und die Welternährung. Eine Fläche so groß wie ?Ungarn? hätte zusätzlich für die Versorgung von ?? Menschen genutzt werden müssen, um die gleiche Menge an Nahrungsmitteln zu erzeugen. „Wenn wir nicht produzieren, dann machen es bei boomenden Agrarmärkten andere. Dafür werden zusätzliche Flächen in Kultivierung genommen. Unserer Schätzung nach wären das für die vergangenen 20 Jahre ca. eine Million Hektar gewesen.“

 Studie Die gesellschaftliche Bededeutung zum download (951 KB)

 Flyer Die gesellschaftliche Bededeutung zum download (1.9 MB)


Pressekontakt:
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V.
Ulrike Amoruso-Eickhorn
Referentin Verbandskommunikation
Kaufmannstraße 71-73, 53115 Bonn
Telefon: +49 (0) 228/98581-17, Telefax: +49 (0) 228/98581-19
Mobil: +49 (0) 172 2664573
E-Mail: ulrike.amoruso@bdp-online.de

Über das HFFA

Das Humboldt Forum for Food and Agriculture e. V. (HFFA) ist ein unabhängiger interna-tionaler Think Tank. Ziel des HFFA ist die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige globale Landwirtschaft, die die Versorgung mit sicheren und hochwertigen Nahrungsmit-tel für die rasant wachsende Weltbevölkerung sichert. Das HFFA bringt internationale Experten aus aller Welt zusammen, um den Dialog zwischen allen interessierten Seiten zu befördern. Es stellt sich an die Spitze einer globalen Diskussion zu zentralen Fragen der Weltlandwirtschaft, indem es neues Wissen und Strategien zur nachhaltigen globalen Ernährungssicherung bereitstellt. Das HFFA veröffentlicht Studien für die Öffentlichkeit, Medien, Politik, Verwaltung und Regierungen, stellt sich der öffentlichen Diskussion und sucht den Dialog mit allen interessierten Parteien zu den Fragen von Welternährung und Landwirtschaft.

Über die Studie

Die Studie „Die gesellschaftliche Bedeutung der Pflanzenzüchtung in Deutschland“ bewertet erstmals den Nutzen von Produktivitätssteigerungen durch Züchtungserfolge für die Gesellschaft – sowohl nach ökologischen als auch nach ökonomischen Kriterien. Im Fokus der Untersuchung steht der Einfluss der Pflanzenzüchtung auf soziale Wohlfahrt, Ernährungssicherung sowie Klima- und Ressourcenschutz. Die Ergebnisse zeigen: Von einem Fortschritt in der Pflanzenzüchtung profitieren Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in einem bisher unterschätzten Umfang.

Über den BDP

Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) mit Sitz in Bonn und Berlin ist die berufsständische Vertretung der rund 130 deutschen Pflanzenzuchtunternehmen und Saatenhändler aus den Bereichen Landwirtschaft, Gemüse und Zierpflanzen. Mit einer F&E-Quote (Forschung & Entwicklung) von 16,1 Prozent gehört die Pflanzenzüchtung zu den innovativsten Branchen in Deutschland. Rund 12 000 Beschäftigte finden in ihr einen Arbeitsplatz und legen mit ihrer Tätigkeit die Basis für eine erfolgreiche Landwirtschaft und die darauf folgenden Stufen der Wertschöpfungskette.

Kontakt:
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V.
Dorothe Heidemann
Kaufmannstraße 71-73, 53115 Bonn
Tel. 02 28/9 85 81-29, Fax -19, E-Mail: dheidemann@bdp-online.de
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