Was passiert im April?

Die Blüte der Pflanzen steht jetzt kurz bevor. Eine wichtige Phase für die Züchter, die jetzt entscheiden, welche Pflanzen als künftige Eltern für die Fortführung der Züchtungsprogramme ausgewählt werden. Der Züchter bonitiert die Blattgesundheit, Länge und Stabilität des Stängels, die Anzahl der Seitentriebe und Blütenknospen und den Blühzeitpunkt als entscheidende Merkmale für die Gesamtbewertung. Auch hier zählt wieder die Erfahrung und der Züchterblick, der in Kombination mit Daten aus statistischen Erhebungen entscheidet, welche der Pflanzen so gute Eigenschaftskombinationen in sich vereinen, dass sie aussichtsreiche Nachkommen generieren können. Diese Pflanzen werden in mehreren Zyklen mit sich selbst befruchtet, um eine möglichst reinerbige Elternlinie zu erzeugen. Kritisch ist zu diesem Zeitpunkt das Auftreten des Rapsglanzkäfers. Wenn er nicht in Schach gehalten wird, frisst dieser Schädling die noch jungen Knospen der Pflanzen und verhindert damit die Ausbildung von Blüten und Schoten.

Rapszüchtung im Jahresverlauf

Die Arbeiten im Gewächshaus laufen auf Hochtouren.

Die Auswertung statistischer Daten ist ein wichtiger Bestandteil der Züchtung.

Der Züchter prüft, wie die Rapspflanzen über den Winter gekommen sind.

Die spannende Phase der Kreuzung auf dem Feld beginnt.

Die Pflanzengesundheit wird anhand verschiedener Merkmale erfasst.

In kürzester Zeit müssen viele hundert Versuchsparzellen beerntet werden.

Nach der Ernte werden die Qualitätseigenschaften der Samen geprüft.

Das Saatgut aussichtsreicher Kandidaten wird für ein weiteres Jahr ausgesät.

Der Versand für den Versuchsanbau, auch in anderen Ländern, wird vorbereitet.

Der Züchter inspiziert die Entwicklung der Rapssamen nach der Aussaat.

Nach mehrjähriger amtlicher Prüfung werden neue Sorten zugelassen.