Gregor Mendel (1822 - 1884)

Vater der Vererbungslehre

Gregor Mendel war katholischer Priester und ein bedeutender Naturforscher und Entdecker. Er ist unbestritten der Vater der Vererbungslehre, sein Werk bildet noch heute die Grundlage züchterischer Tätigkeit. Mehr als 10.000 Kreuzungen mit Erbsen führte er in seinem Klostergarten durch, um die Frage zu klären, wie bestimmte Merkmale vererbt werden. Den Ruhm seiner Arbeit konnte er selbst nicht mehr erleben. Er war bis an die Grenze der damals möglichen Erkenntnisse gestoßen. Seine Erkenntnisse veröffentlichte er 1866 in der Abhandlung »Versuche über Pflanzen-Hybriden«. Erst die Wiederentdeckung der Mendelschen Gesetze durch Correns, de Vries und von Tschermak zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Bestätigung der Gesetze wiederum nahezu zwei Jahrzehnte später durch die Genetiker R. A. Fisher, J.B.S. Haldane und S. Wright, machten aber eine systematische Pflanzenzüchtung erst möglich. Der Durchbruch für gezielte Kreuzung und Nachkommensprüfung war gelegt. Diese Arbeit bildet noch heute die Grundlage der Züchtung.

Quelle: Gregor Mendel Stiftung

Weitere Visionärinnen und Visionäre

Mit „Die Veredelung der vier wichtigsten Getreidearten des kälteren Klimas“ begründete Kurt von Rümker die wissenschaftlich geprägte Pflanzenzüchtung.

Faszinierende Frauen haben die Pflanzenzüchtung geprägt. 1983 erhielt Barbara McClintock den Nobelpreis für ihre Entdeckung springender Gene bei Mais.

Rimpaus Studien zum Blühverhalten unterschiedlicher Getreidearten führten 1888 zur ersten vermehrungsfähigen Kreuzung aus Weizen und Roggen - Triticale.

Matthias Christian Rabbethge erkannte bereits 1847, dass ein hoher Zuckergehalt in der Rübe Voraussetzung für eine rentable Zuckerrübenproduktion ist.

Schon früh selektierte von Lochow nicht mehr nur auf einzelne Pflanzenmerkmale sondern suchte nach Kombinationen mehrerer wünschenswerter Eigenschaften.

Wawilow war ein Pionier der biologischen Vielfalt. In der ganzen Welt sammelte er Pflanzensamen und gründete die erste Genbank.

Ingo Potrykus brachte via Gentransfer ein Gen der Narzisse in Reis ein. Dadurch bildet dieser Reis Carotinoide, die im Körper zu Vit. A umgewandelt werden.

1953 gelang es Watson und Crick erstmalig, die Struktur der Erbsubstanz DNA modellartig nachzubilden und deren Doppelhelixstruktur sichtbar zu machen.

Mit der Züchtung erster Hybridreissorten in den 1970er Jahren hat Yuan Longping die Ernährungssituation in seinem Heimatland China entscheidend verbessert

Die Züchtung robuster Getreidesorten revolutionierte die Nahrungsmittelproduktion der Entwicklungsländern und brachte Borlaug den Friedensnobelpreis ein.