Was passiert im April?

Der April ist ein arbeitsreicher Monat in der Getreidezüchtung: Auf den Feldern beginnt die intensive Pflege der jungen Bestände. Pflanzenschutzmaßnahmen werden durchgeführt, um empfindliche Jungpflanzen vor Pilzbefall oder Schädlingen zu schützen. In Versuchsparzellen werden Etiketten gesteckt und Datenlogger installiert – alles Maßnahmen, um die Versuchsdurchführung exakt und reproduzierbar zu gestalten und Verwechslungen auszuschließen.

Züchterinnen und Züchter beginnen auch mit ersten systematischen Beobachtungen: Wie entwickeln sich die Pflanzen? Sind sie gesund? Wie gleichmäßig ist der Bestand? In dieser Phase können schon Unterschiede zwischen den Linien sichtbar werden, die später über die Selektion entscheiden. Die frühe Vegetationsphase ist entscheidend für den späteren Erfolg – Fehler oder Verzögerungen in dieser Zeit können das ganze Versuchsjahr beeinflussen.

Parallel laufen weiterhin im Gewächshaus vorbereitende Arbeiten für spätere Kreuzungen oder Rückkreuzungen, etwa bei Hybridgetreide oder bei der Entwicklung neuer Linien. Einige Sommergenerationen befinden sich noch in der Vernalisationsphase oder werden bereits für die nächste Anzucht vorbereitet.