Was passiert im November?

Der November bringt eine kurze Atempause auf den Feldern, doch in den Zuchtstationen geht die Arbeit weiter. Jetzt steht die Nachbereitung im Mittelpunkt: Maschinen werden gewartet, Versuchsdaten aufbereitet und die komplette Saison rückblickend analysiert. Was hat funktioniert? Wo gab es witterungsbedingte Ausfälle? Welche Linien zeigen über mehrere Jahre hinweg stabile Leistungen?

Gleichzeitig beginnt im Gewächshaus bereits die Anzucht der nächsten Generation – etwa von Spenderpflanzen für die doppelhaploide Produktion oder für neue Kreuzungskombinationen. Diese frühe Arbeit im warmen Innenbereich ist essenziell, um Zuchtprogramme zeitlich zu straffen. Auch das sogenannte „Topfen“ – also das Umtopfen junger Pflanzen in größere Gefäße – gehört zu den regelmäßigen Aufgaben in dieser Phase.

Zudem werden Sortenzulassungen vorbereitet, Versuchsanmeldungen geschrieben und Fachveranstaltungen geplant. Der November steht also ganz im Zeichen der Reflexion und Vorbereitung: auswerten, verbessern, weiterentwickeln.