Was passiert im Februar?

Im Februar nimmt das Arbeitstempo weiter zu. Im Gewächshaus herrscht dichter Pflanzenbestand – Kreuzungen werden kontrolliert, Nachkommenschaften geprüft und Elternlinien für neue Versuche vorbereitet. Die Kreuzungspflanzen aus dem Vorjahr werden nun analysiert: Welche Nachkommen zeigen Vitalität, Resistenz oder erwünschte Wuchsformen? Pflanzen mit vielversprechenden Eigenschaften werden ausgewählt und weitervermehrt, während weniger geeignete Linien aussortiert werden. So entsteht Schritt für Schritt die Grundlage für neue, leistungsfähige Sorten.

Auch die Vorbereitungen für die Frühjahrs-Aussaat laufen auf Hochtouren. Saatgut wird gereinigt, abgewogen und für den Versand vorbereitet. Ein Teil davon geht an Versuchs- und Zuchtstationen in anderen Regionen und sogar auf andere Kontinente. So werden neue Linien beispielsweise in Skandinavien auf ihre Kältetoleranz geprüft oder auf der südlichen Halbkugel angebaut, um dort eine zweite Generation pro Jahr zu erzielen. Diese weltweite Arbeitsteilung beschleunigt den Zuchtfortschritt erheblich – ein entscheidender Vorteil, denn die Entwicklung einer neuen Sorte dauert normalerweise 12 bis 15 Jahre.

So kann der gesamte Zuchtzyklus deutlich verkürzt werden – ein klarer Vorteil im internationalen Wettbewerb.