Was passiert im September?
Im September beginnt für die Pflanzenzüchterinnen und Züchter das neue Arbeitsjahr. Die Ernteergebnisse aus dem Sommer werden ausgewertet und bilden die Grundlage für die Planung neuer Kreuzungen. Dabei werden Versuchsdaten, Ertragswerte, Bonituren und Qualitätsanalysen zusammengeführt und bewertet. Diese Ergebnisse entscheiden, mit welchen Elternlinien weitergearbeitet wird.
Parallel laufen die Vorbereitungen für die Aussaat der Wintergetreidearten wie Winterweizen, Wintergerste oder Wintertriticale. Saatgut wird sorgfältig gereinigt, in kleine Versuchsmengen abgewogen und für verschiedene Standorte etikettiert. Auch die Organisation nimmt jetzt Fahrt auf: Versandpläne werden erstellt, Feldkarten gezeichnet, Versuchsanlagen vorbereitet. In dieser Zeit entscheidet sich, welche Linien die nächste Zuchtstufe erreichen – ein Prozess, der Weitsicht und Erfahrung erfordert.
Für Züchtungsprogramme, die mehrere Generationen pro Jahr ermöglichen, beginnt zudem die Vernalisation bestimmter Linien – also die künstliche Kältebehandlung, die eine Blüte überhaupt erst ermöglicht. Die Kombination aus Datenauswertung, Planung und technischer Vorbereitung legt den Grundstein für die kommende Saison.












